Heute genau vor einem Jahr, kam ich in die Situation, Zeuge und Ersthelfer bei einem schweren Verkehrsunfall zu sein.

Eine junge Frau verlor die Kontolle über ihr Fahrzeug, kollidierte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug und dann mit der Straße, da sie nicht angeschnallt war und aus dem Auto herausgeschleudert wurde.

Meine Reanimation war auf Grund der Schwere der Verletzungen von Beginn an zum Scheitern verurteilt.

Doch ich würde es wieder tun. Und habe mich in der Zwischenzeit auch mehr mit dem Thema auseinandergesetzt. Und versuche mich bestmöglichst auf dem Laufenden zu halten.

Heute weiß ich:

Ich hätte nicht erst warten brauchen bis der Puls nicht mehr spürbar ist. Keine merkliche Atmung und nicht ansprechbar? = PUMPEN !
Nicht überlegen und warten bis der Puls weg ist.
Hätte der jungen Frau damals auch nicht geholfen, bei anderen Menschen in Not kann das aber schon ausschlaggebend sein um die Chancen zu erhöhen!

Zudem habe ich meinen DIN-Norm Erste Hilfe Kasten im Fahrzeug aufgerüstet durch eine einweg Beatmungsmaske. Man MUSS zwar nicht mehr beatmen beim Reanimieren. Aber es KANN die Chancen erhöhen! Und mit dieser 2 € Maske schütze ich mich selbst vor dem evtl. Ekelgefühl und evtl. Infektionen.

An meinem Schlüsselbund baumelt ein ResQMe.

Nicht nur für meine eigene Sicherheit, sondern auch um anderen verunfallten Personen helfen zu können.
Dieser leichte und praktische Anhänger für den Autoschlüssel hat einen superscharfen Gurtschneider und einen Federkörner zum Zertrümmern der Seitenscheiben.  Und ist im Gegensatz zu anderen, ähnlichen Hilfsmitteln IMMER zur Hand im Fahrzeug. Denn am Autoschlüssel befestigt kommt man immer dran und es kann auch nicht durch einen Fahrzeugüberschlag in unerreichbare Ecken fliegen. Und auch an das Handschuhfach kommt man bei verhaktem Gurtsystem NICHT mehr dran!
Schaut´s euch einfach auf der Seite mal an. Kann es nur empfehlen. Und den Körner durfte ich letztens auf einem Feuerwehrfest auch schon ausprobieren. Ist wirklich sehr leicht eine Autoscheibe damit zu zertrümmern!

Paul bat mich in März diesen Jahres in einer privaten E-Mail, meinen Erlebnisbericht zu diesem Unfall auf seinem Blog veröffentlichen zu dürfen.
Hier für alle interessierten der Link.

Mit dem wichtigen Hinweis, das manch einer schon schreib er sei schonungslos und nichts für zart besaitete.

Alltag im Rettungsdienst: Mit anderen Augen gesehen.

Und meine Bitte an euch alle:

Wenn ihr einen Unfall seht, egal wie schlimm er ist, egal wie lächerlich unwichtig er aussieht. Haltet an! Bietet Hilfe an, packt selbst mit an oder setzt nur einen Notruf ab.

IHR KÖNNT NICHTS FALSCH MACHEN!
Nur nichts tun ist falsch!

Und auch ihr würdet in einer Notsituation auf die Hilfe anderer Hoffen.

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